• Hans J. Betz

Bier her!


Die Wirtschaft will keine Experiment mehr.

Brüssel: Brauerei AB Inbev verlangt von der belgischen Regierung, dass Cafés und Restaurants spätestens am 1. April wieder geöffnet werden. Die Gaststätten sind in Belgien mittlerweile seit 130 Tagen geschlossen. Es ist genug, so der Bierkonzern, denn der Hotel- und Gaststättensektor, die Zulieferer und die Brauereien stehen, wie in den Niederlanden auch, unter einem enormen Druck. Gemäß AB Inbev wird für eine Wiedereröffnung eine gewisse Vorlaufzeit benötigt. Alte Ware muss abgeholt, alle Bierleitungen und Zapfanlagen gereinigt und allein über 10.000 Gaststätten neu bevorratet werden. Um alles innerhalb von nur vier Wochen wieder in Betrieb zu setzen, ist zusätzliches Personal nötig. Doch wer ist AB Inbev? AB Inbev steht für Anheuser Busch, ist ein belgisch-brasilianischer Brauereikonzern und auf allen 5 Kontinenten vertreten. Beinahe 100 Biermarken befinden sich im Portefeuille des Unternehmens, darunter Stella Artois, Hertog Jan, Jupiler, Corona, Dommelsch, Budweiser oder Grolsch. Die belgische Regierung ist gefordert, denn die Wirtschaft ist nicht mehr bereit jedes Experiment mitzutragen.