• Hans J. Betz

Genug ist genug


Branchenvertreter gehen gegen den niederländischen Staat vor Gericht.

Den Haag: In den Niederlanden ist die Situation ähnlich wie in Belgien, denn auch hier stehen viele Gastronomen vor dem Ruin. Lockerungen unter Einhaltung der Hygienevorschriften sind Forderungen der Branchenorganisation Königliche Horeca, die unüberhörbar sind. Die Branchenvertreter schleppen den niederländischen Staat nun vor den Richter, um eine schnelle Wiedereröffnung und bessere Unterstützungsleistungen zu erzwingen. Man sieht keine Perspektive mehr, denn aus Den Haag kommen keine Zeichen und schon gar keine Terminvorstellungen für eine Öffnung von Geschäften, Restaurants und Cafés. Mehr noch: Auf völliges Unverständnis stößt da ein Äußerung von Gesundheitsminister Hugo de Jonge, bei Events und Sportanlässen wieder Publikum zuzulassen. In Kürze sind in den Niederlanden Parlamentswahlen. Wahlentscheidend wird nicht zuletzt ein Konsens zwischen Wirtschaft und Politik in Bezug auf die Pandemie sein, denn die Wählerinnen und Wähler möchten Antworten und keine leeren Phrasen.