• Hans J. Betz

HHLA an der Adria


Der Hafen von Triest war schon immer für Verkehre von und nach Zentral- und Osteuropa wichtig.

Hamburg: Die Hamburger Hafen und Logistik (HHLA) übernimmt mit 50,01 % die Mehrheit am Multifunktions-Terminal im italienischen Adriahafen Triest. Der Vertrag wurde am 28. September unterzeichnet. Für die HHLA ist es die dritte Beteiligung an einem Hafen außerhalb von Hamburg, denn das Unternehmen hat bereits in Tallin (Estland) und Odessa (Ukraine) entsprechende Beteiligungen. Triest ist der nördlichste Hafen an der Adria und somit ein wichtiger Faktor für Verkehre von und nach Zentral- und Osteuropa. Die Terminal-Anlage liegt innerhalb der Freihandelszone von Triest. Im ersten Quartal des kommenden Jahres wird der Betrieb aufgenommen. Die Umschlagskapazität beträgt 300.000 20 Fuß Container, es können 90.000 RoRo Einheiten und 700.000 Tonnen allgemeine Güter abgefertigt, bzw. umgeschlagen werden. Auch China wollte sich in Triest festsetzen, was offensichtlich verhindert werden konnte. Nicht so in Piräus, wo die Chinesen mittlerweile den Ton angeben. Dass dies überhaupt geschehen konnte ist eigentlich ein Unding, denn die europäischen Kreditgeber die Griechenland ohne Sicherheiten vor dem Bankrott und dem Rausschmiss aus dem Euro bewahrt haben, haben offensichtlich eine Chance verpasst, denn die Hafenanlagen hätten durchaus als Faustpfand dienen können.