• Hans J. Betz

Lockerungen in Sicht?


Die Gaststätten dürfen ab 28. April im besten  Fall die die Gärten und Terrassen öffnen.
Die Gaststätten dürfen ab 28. April im besten Fall die die Gärten und Terrassen öffnen.

Den Haag: Momentan ist man am Haager Regierungssitz mit der Bildung eines neuen Kabinetts beschäftigt. Bei den kürzlich abgehaltenen Wahlen für die Sitzverteilung in der 2. Kammer - vergleichbar mit dem Bundestag - haben sich für die 150 Sitze insgesamt 34 Parteien beworben. Geschafft haben es 17 Parteien, darunter einige Newcomer wie etwa Volt oder JA21 mit jeweils drei Sitzen oder BIJ1 mit einem Sitz. Durch diese Vielfalt dürfte eine Regierungsbildung schwierig werden. Hinzu kommt noch, dass ex Premier Rutte, dessen Partei mit 34 Sitzen ein Spitzenergebnis erzielt hat, durch die sogenannte Zuschlagsaffäre angeschlagen ist und verschiedene Parteien seine Wiederwahl als Ministerpräsident verhindern möchten. Trotzdem müssen Rutte und Gesundheitsminister De Jonge bis zur Bildung einer neuen Regierung, was dauern kann, für die Coronamaßregeln verantwortlich zeichnen. Entsprechend zögerlich zeigt man sich mit Lockerungen, was nicht überall Beifall hervorruft. Vor allem Gastwirte, Hoteliers, Messeveranstalter, Charterunternehmen, Kirmesbetriebe und die Unterhaltungsbranche wünschen sich mehr Planungssicherheit.


Doch wie geht es weiter? Nun, ab 28. April endet die Ausgangssperre (Avondklok) und auf den Restaurant-Terrassen (Außenrestauration) dürfen wieder Gäste bewirtet werden. Zudem sind alle Läden unter Beachtung von Schutzmaßnahmen wieder geöffnet. Auch zu Hause darf man nun zwei Personen empfangen. Die neuen Regeln gelten unter Vorbehalt, dass die Corona Zahlen nicht weiter steigen. Die definitive Entscheidung für die vorgenannten Lockerungen wird am kommenden Dienstag 20. April bekannt gegeben. Es besteht ein 6-stufiger Plan für weitere Öffnungen und Erleichterungen, beispielsweise für Restaurants, Außen- und Saalsport. Der Stufenplan liegt der Redaktion vor. Die jeweiligen Punkte des Plans werden zeitnah publiziert, wenn diese definitiv umgesetzt werden.


Update 16. April 2021 18.30 Uhr: Noch Premier Rutte gibt bekannt, dass Lockerungen nun doch fraglich sind, da noch keine Fortschritte zu verzeichnen seien. Dies sehr zum Unmut der Ladenbesitzer und auch der Gaststättenbetreiber. Sollte es so kommen, wird mit bürgerlichem Ungehorsam gerechnet. Im Klartext bedeutet dies, dass die Unternehmer die Wahl zwischen Pest und Cholera haben. Bei unerlaubter Öffnung drohen Bussen und bei Nachleben der Maßnahmen die Pleite. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass in den Niederlanden Teile der neuesten Merkelschen Beschlüsse kopiert werden. Alles nach dem Motto: Hauptsache man tut etwas, über die Folgen macht man sich keine Gedanken.


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