• Hans J. Betz

Malieveld, eine riesige Grasfläche


Vor dem Besuch von Den Haag die Situation vor Ort klären.

Den Haag: Vor über 25 Jahren lagen wir mit unserem Boot im Jachthafen des Königlichen Niederländischen Jachtclubs, eine Anlage die sich am Rande von Den Haag befindet. Gesellige und hilfsbereite Mitglieder, die sehr um das Wohl der Gäste bemüht waren und wahrscheinlich auch heute noch sind. Nebst wertvollen Tipps wurden wir sogar noch eingeladen, die Städtischen Verkehrsbetriebe zu besichtigen. Damals völlig neu, heute alltäglich, die großflächige Beklebung von Tramzügen und Bussen mit Werbung. Wir besuchten auch das Malieveld, eine große Grünanlage, heute inmitten von Den Haag gelegen, die bereits im Mittelalter urkundlich erwähnt wurde. Das Feld misst 550 x 200 Meter und dient heute als Freifläche für Zirkusse, Festiwals und Kirmes Veranstaltungen, aber auch als Aufmarschgebiet für Demonstrationen aller Art. Und in eine Demo gerieten wir bei unseren Den Haag Besuch. Molukken demonstrierten für ihre Rechte, feuerten dabei auch Feuerwerk ab. Zweifellos eine unangenehme Situation. Wir retteten ,uns in eine Tram, die in Richtung Jachthafen fahren sollte. Sollte, denn die Tram wurde nach Delft umgeleitet und für eine Strecke die normalerweise in 20 Minuten zurückgelegt werden konnte, waren wir drei Stunden unterwegs. Und lange unterwegs kann man auch heute noch sein, wenn man in eine Demo gerät, denn in Den Haag wird öfters vom Demonstrationsrecht Gebrauch gemacht. Da fahren schon mal 500 oder mehr Trekker auf , weil die Landwirte unzufrieden sind. Baumaschinen und Kipp-LKW können ebenfalls auf dem Malieveld auffahren, weil Bauarbeiter und Baufirmen mit Regierungsbeschlüssen nicht einverstanden sind. Sogar Gegner und Befürworter des “Zwarte Piet”, dem lustigen Begleiter vom Nikolaus, begegnen sich hier. Den Haag ist sogar Protestgebiet für Corona Geschädigte, denn zahlreiche Reisbusunternehmen kamen mit Bussen in die Regierungsstadt, um Lockerungen für die Branche durchzusetzen. Geplant ist auch eine Demo durch Kirmes-Unternehmer, die ihre Fahrgeschäfte wieder betreiben möchten. Da kann man auf einem Zubringer schon einmal für längere Zeit im Stau stehen. Es ist deshalb ratsam sich vorher über die Situation vor Ort zu informieren, die Bahn zu benutzen, oder einen Jachthafen anzulaufen.