• Hans J. Betz

Nord-Häfen dicht?


Die nördlich gelegenen Seehäfen Harlingen, Lauwersoog und Eemshaven sind in großen Teilen frei zugänglich

Harlingen: Die nördlich gelegenen Seehäfen Harlingen, Lauwersoog und Eemshaven haben nicht zuletzt eine touristische Funktion und sind in großen Teilen, nicht wie etwa Rotterdam, frei zugänglich. Gemäß Joop de Schepper von der Polizei Nord-Nederland besteht deshalb die Gefahr, dass diese Häfen als Alternative für den Schmuggel von Menschen und Drogen genutzt werden. Harlingen beispielsweise ist ein beliebter Ausflugsort und Fährhafen für Vlieland und Terschelling. Sämtliche Anlagen sind nicht abgesperrt. An- und ablegen mit Schmuggelgut ist bei Ortskenntnissen ohne großes Risiko möglich. Dasselbe gilt für den Fischereihafen von Lauwersoog oder das Eemshafengebiet. Vor allem die Abriegelung von Harlingen und Lauwersoog wäre für den Tourismus fatal. Trotzdem ist Joop de Schepper dafür, dass die nördlichen Häfen ganz oder teilweise für das Publikum abgeschlossen werden. Da die Hafenanlagen in Rotterdam immer strenger bewacht werden, weichen Kriminelle immer mehr auf kleinere Häfen wie etwa Vlissingen oder IJmuiden aus. In 2017 wurden in Vlissingen 90 Kilo Kokain beschlagnahmt, im vergangenen Jahr waren es bereits 4 JTonnen. In diesem Jahr wurden auf einem Segelboot vor IJmuiden 6 Albaner entdeckt, die mit einem niederländischen Schlepper auf dem Weg nach England a waren. Außerdem konnten bereits 410 Kilo herte Drogen beschlagnahmt werden.