• Hans J. Betz

Zu wenig Liegeplätze?


 Zahlreiche Katzen und Hunde stranden in den Tierheimen.
Zahlreiche Katzen und Hunde stranden in den Tierheimen.

Sneek: Während Corona haben zahlreiche Menschen neue Freizeitbeschäftigungen für sich entdeckt. Modelleisenbahnen waren auf einmal wieder populär, Plastikbausätze für Flugzeuge, Autos oder Lastwagen fanden reißenden Absatz, es wurde gehämmert geschraubt und gezimmert, Baumärkte hatten Hochkonjunktur und auch Katzen und Hunde waren plötzlich heiß begehrte Hausgenossen. Während der Basteltrend noch immer anhält, hält sich die Tierliebe mittlerweile in Grenzen. Letzteres kann an den Belegungszahlen in Tierheimen abgelesen werden, die vor allem zahlreiche Katzen aufnehmen mussten, deren Besitzer die „Spielzeuge“ nicht mehr haben wollten. Eine traurige Bilanz, ein Spiegelbild eines Teils der Bevölkerung. Es gibt aber auch bessere Nachrichten. Durch Corona konnte der Aletersdurchschnitt im Bereich Wassersport gesenkt werden. So berichten verschiedene Händler von neuen und gebrauchten Booten, aber auch Jachtmakler, dass junge Menschen und Familien mit Kindern den Bootssport für sich entdeckt haben. Zahlreiche Verkaufshäfen weisen große Lücken auf und auch neue Boote sind nicht immer vorrätig. Auch für feste Liegeplätze für Boote bis zu 7 m Länge gibt es in verschiedenen Regionen Wartelisten. Marie Sophie Jorna von der Ijsseldelta Marina in Hattem dazu: „Für Boote über 7 m Länge haben wir noch freie Plätze, für kleinere Fahrzeuge wird es schwierig, weshalb unsere Sliprampe rege benutzt wird“. Das Angebot an freien Plätzen ist regional sehr unterschiedlich. Vor allem in Friesland wurde in den vergangenen Jahren viel in die Infrastruktur investiert. Ein Liegeplatz, auch für kleinere Boote, sollte deshalb in dieser Provinz kein Problem sein. Es ist zu hoffen, dass der Aufwärtstrend im Sektor Wassersport anhält, denn wer einmal auf dem Wasser unterwegs war, auf einem Boot seinen Urlaub verbracht hat, bleibt dem Hobby in der Regel treu.