Facebook is watching you

Daten sind die Grundlage für den Erfolg von Facebook, Daten notabene die Sie als Nutzer freiwillig zur Verfügung stellen. Vielen Nutzern dürfte es nicht bewusst sein, dass Facebook seine Teilnehmer auch außerhalb des sozialen Netzwerks auf den Fersen ist. Doch bereits der Name “Soziales Netzwerk“ ist irreführend, denn bis jetzt konnte mir noch kein Nutzer erklären, was an Facebook oder ähnlichen Plattformen sozial ist. Vielmehr lassen sich die Nutzer gnadenlos ausnutzen, wissen die jeweiligen Plattformen über deren Anwender weitaus mehr, als diese über sich selbst. Die aus den Benutzerprofilen generierten Daten stellen einen enormen Wert dar, denn durch diese können Nutzer zielgenau mit Werbung angesprochen werden. Mit einfachen Worten: Wenn Sie sich als Bootsliebhaber zu erkennen geben, können Sie davon ausgehen entsprechende Werbebotschaften zu erhalten. Facebook gibt zudem Nutzerdaten an Dritte weiter, beispielsweise an Datenhändler, oder an zum Konzern gehörende Firmen wie etwa Instagram, Whatsapp, Atlas oder andere. Beängstigend ist auch, dass viele Nutzer, und davon gibt es weltweit 2,3 Milliarden, Nachrichten über diese Plattformen beziehen, ohne deren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, oder überhaupt überprüfen zu können. Dazu ein Beispiel: Vor einiger Zeit wurde ich von einer Frau beinahe vorwurfsvoll wie folgt angesprochen: „Hast du das auf Facebook denn nicht gelesen, eine Motorjacht ist beim Abtransport von der Boot Düsseldorf ausgebrannt, das musst du sofort publizieren“. Nun ja, ich beziehe meine Nachrichten nicht aus den sogenannt sozialen Netzwerken, sondern aus zuverlässigen Quellen. Der Vollbrand entpuppte sich schließlich als Reifenpanne mit etwas Rauch bei einem Boostrailer. Es ist für den Fortbestand der Menschheit auch nicht von Bedeutung zu wissen, dass Heidi mit Peter (gefrühstückt) hat und die Sonne auf die Teller schien. Kurz und gut, die sogenannt sozialen Medien sind nicht zuletzt auch Plattformen für die Verbreitung von Banalitäten. Facebook ist nach dem Cambridge-Analytika-Skandal bei denkenden Menschen stark in die Kritik geraten und hat bei der Anwendergunst stark gelitten. Innerhalb von nur 24 Stunden verlor Facebook deshalb 50 Milliarden Dollar an Wert. Fazit: Nicht überall wo sozial drauf steht, ist auch sozial drin. Und dies nicht nur bei Facebook! Mittlerweile kehren immer mehr Weltkonzerne Facebook den Rücken zu. So stellt beispielsweise der niederländisch-britische Nahrungs- und Waschmittelriese Unilever Werbung auf Facebook auf den Prüfstand. Zum Konzern gehören Marken wie Lipton, Knorr, Bertoli, OMO, Badedas, Dove und viele andere Produkte für den täglichen Bedarf. Es geht hierbei nicht um kleine Budgets, sondern um Schaltungen im Milliardenbereich. Auch Tesla hat sich bereits von Facebook verabschiedet. Politiker fordern sogar die Zerschlagung von Facebook. Wir von WasserSport in Nederland überlegen uns sehr genau, ob wir auf den sozialen Medien präsent sein möchten. Vielleicht ist weniger auch mehr, denn man muss ja nicht unbedingt mit dem Strom schwimmen.

Please reload

Empfohlene Einträge

Geborgen

12.12.2019

1/9
Please reload

Aktuelle Einträge

12.12.2019

12.12.2019

12.12.2019

12.12.2019

12.12.2019

Please reload