Lifeline: Unter falscher Flagge!

Amsterdam: Die beiden “Rettungsschiffe“ Lifeline und Seefuchs die unter niederländischer Flagge vor Libyens afrikanische Einwanderer in unsere Sozialsysteme aufsammeln, fahren unter falscher Flagge, da sie gemäß dem Niederländischen Justiz- und Sicherheitsministerium in keinem niederländischen Kataster (Schiffsregister) eingetragen sind. Die Schiffe verfügen lediglich über Dokumente des Königlichen Niederländischen Wassersportverbandes für Freizeitboote. Ein Seebrief im Sinne des Seerechts, das das Fahren in internationalen Gewässern erlaubt, ist dieses Papier jedoch nicht. Um die niederländische Nationale für die verwendete Schiffsklasse führen zu dürfen, muss ein Schiff im niederländischen Kataster registriert sein. Sobald dies erfolgt ist, kann ein Seebrief beantragt werden. Die Besatzung muss sich dann auch an die niederländischen Gesetze halten und das Königreich der Niederlande hat die Verantwortlichkeit als Flaggenstaat. Das im Internet kursierende Dokument ist nicht amtlich, sondern ein Papier eines Vereins, der für diese Schiffsklasse überhaupt nicht zuständig ist und keine amtliche Befugnisse hat. Beim Königlichen Niederländischen Wassersportverband kann man allenfalls ein Motorboot, ein Dinghy, oder ein Segelboot für den Freizeitgebrauch registrieren. Was sich die Mission Lifeline hier erlaubt, ist eine bewusste Irreführung und wirft einige Fragen auf.

 

Registriert die deutsche Hilfsorganisation Lifeline mit Sitz in Dresden die beiden Schiffe bewusst deshalb nicht in Deutschland, weil Fahrzeuge und Mannschaften nicht über die erforderlichen Dokumente/Patente verfügen? Fährt man unter niederländischer Flagge mit Heimathafen Amsterdam, weil man problemlos ein niederländisches, wenn auch wertloses Papier erhalten konnte? Verfügen Kapitäne, Steuermänner/Steuerfrauen/Mannschaften über gültige Papiere, oder wird mit Segelscheinen/Sportbootscheinen operiert? Im Klartext, werden etwa mit einem Segelschein/Sportbootschein Schiffe gefahren, die ein Kapitänspatent erfordern? Warum ist man mit den Schiffen immer dann vor Ort, wenn Schlauchboote vor der libyschen Küste in “Seenot“ geraten? Wie finanziert sich Mission Lifeline und besteht zwischen Lifeline und den Gummibootbetreibern eine Arbeitsteilung? Zum Schluss: Unter falscher Flagge fahren grenzt an Piraterie und die jeweiligen Behörden tun gut daran, die Schiffe an die Kette zu legen und die Mannschaften zur Rechenschaft zu ziehen.

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