“Wasserwohnen” populär

Sneek: Wohnboote wurden aus der Not heraus geboren, als in den Niederlanden nach dem 2. Weltkrieg ein großer Mangel an Wohnungen herrschte. Ihre Bewohner fanden das nicht unbedingt prickelnd, denn die Boote waren kaum isoliert und im Winter feucht und kalt. Zu Beginn der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts verschwanden viele Boote, da es wieder genügend Wohnungen gab. Mit der Hippie Bewegung waren Wohnboote jedoch plötzlich wieder sehr gefragt und wurden in den Grachten von Amsterdam auch als Wohnform akzeptiert. Auf jeder Grachtenrundfahrt kommt man an Wohnbooten aller Art vorbei und besondere Erwähnung findet auch immer das berühmte Katzenboot, das seit 1966 heimatlose Katzen aufnimmt und vermittelt. “Wasserwohnen” wird immer populärer. Houseboats gibt es mittlerweile in jeder Größe, mit und ohne Motor, einfach oder luxuriös. Eine Anschaffung ist einfach, ein legaler Liegeplatz jedoch problematisch. Liegeplatzhalter trennen sich kaum von ihrer Wasserfläche, wenn doch, werden die bestehenden, meist in einem schlechten Zustand befindlichen Boote, zu horrenden Preisen verkauft und in der Folge den Platz an einen neuen Bootseigner überrschrieben. Verschiedene Gemeinden haben mittlerweile erkannt, dass dies nicht die Lösung sein kann und möchten Wasserflächen frei geben, die zu “zivilen” Preisen in Mietpacht abgegeben werden. So bestehen Pläne für eine Wohnbootzone am Houkesloot in Sneek. Genaues ist noch nicht bekannt, soll aber spätestens zu Beginn des Jahres 2019 planungsreif sein.

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