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  • AutorenbildHans J. Betz

58 sind zu viel


 Viele badenede unterschätzen die Gefahren von natürlichen Gewässern mit ihren Untiefen und Strömungen.
Viele badenede unterschätzen die Gefahren von natürlichen Gewässern mit ihren Untiefen und Strömungen.

Von Januar bis September 2023 ertranken in den Niederlanden 58 Menschen. Auch in der Vorjahresperiode fanden beinahe eben so viele Personen bei Bade- und Berufsunfällen den Tod. Badende unterschätzen bei Flüssen die Sogwirkung von Schiffen, oder tückische Strömungen an der See. Bademeister und Rettungsschwimmer monieren auch immer wieder, dass Eltern ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen, sich permanent mit dem Handy beschäftigen und die lieben Kleinen sich selbst überlassen. Während Corona fielen viele Schwimmkurse buchstäblich ins Wasser. Dies gilt es jetzt nachzuholen, da viele Kinder mittlerweile später das Schwimmen erlernen. Menschen die erst kurz in den Niederlanden leben und nicht schwimmen können, unterschätzen die Gefahren von offenen Gewässern und sind öfters bei Badeunfällen vertreten. In der Berufsschifffahrt kommt es auch immer wieder zu Ertrinkungsfällen. Personen die zwischen Bordwand und Schleusenwand geraten, können nicht selten nur noch tot geborgen werden. Ertrinken kann man aber auch in einem untiefen Sloot (Wassergraben) . So ertrank vor einigen Jahren ein Autofahrer in seinem Auto das sich überschlug und auf dem Dach in einem Sloot landete in nur 30 cm tiefem Wasser. Er wurde von einem entgegen kommenden Fahrzeug abgedrängt. Umstehenden gelang es nicht, den Mann zu retten. Die Niederlande sind ein Wasserland, schwimmen ist extrem wichtig. Es ist deshalb unverständlich, dass es noch immer Eltern gibt die ihre Kinder nicht am Schwimmunterricht teilnehmen lassen. Auch Wassersportler die gut schwimmen können, können ertrinken. Etwa beim nächtlichen Gang vom Boot zur Toilette, oder beim Nachzahlen beim Stromkasten. 58 Menschen ertranken in den ersten 9 Monaten 2023. Das sind 58 zu viel!





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