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  • AutorenbildHans J. Betz

Ballspiele


In Akkrum "hüpfen" gelbe Bojen im Fahrwasser um die Problematik des Wellenschlages zu verdeutlichen.
In Akkrum "hüpfen" gelbe Bojen im Fahrwasser um die Problematik des Wellenschlages zu verdeutlichen.

Akkrum: Das pittoreske Dorf Akkrum mit seiner bevorzugten Lage am idyllischen Flüsschen Boorne ist im Sommer ein Hotspot für zahlreiche Wassersportler. Doch Vorteile werden nicht selten auch von Nachteilen begleitet. So tummeln sich immer wieder Zeitgenossen auf dem Wasser, die die Geschwindigkeitsbegrenzung von 6 km/h aus Unwissenheit, oder mangelhaftem Respekt gegenüber den Anwohnern nicht einhalten.

Vor allem an Wochenenden, wenn zahlreiche Benutzer von offenen Mietbooten unterwegs sind, ist es besonders schlimm. Dabei werden Ufer, Natur und sogar vor den Häusern liegende Boote beschädigt. Obwohl die Interessenvertreter des Dorfes (Dorpsbelang) mit Rijkswaterstaat und Gemeinde auf das Problem aufmerksam machten, geschah bisher nichts. „Dorpsbelang“ hat daraufhin reagiert und einige Skippybälle – das sind diese nach den Kängurus benannten Hüpfkugeln mit Handgriffen – an Tauen mit Backsteinen befestigt und an verschiedenen Stellen platziert. Auf den Bällen wurden entsprechende Texte wie etwa „fahre Schrittgeschwindigkeit“ angebracht. Das hilft anscheinend, denn nun wird langsamer gefahren. Legal ist die Aktion nicht unbedingt. Allerdings schreiten die Behörden in den Niederlanden bei bürgerlichem Ungehorsam nicht so schnell ein, wenn dieser einer guten Sache dient. Die „Skippy Bojen stoßen mittlerweile landesweit auf großes Interesse und es gibt bereits Nachahmer.

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