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  • AutorenbildHans J. Betz

Kleines Land mit wenig Platz


Der begrenzte Raum in den Niederlanden soll durch entsprechende Maßnahmen für den Tourismus erhalten bleiben.
Der begrenzte Raum in den Niederlanden soll durch entsprechende Maßnahmen für den Tourismus erhalten bleiben.

In diesem Jahr kommen 21 Millionen ausländische Touristen in die Niederlande. Das sind drei Millionen mehr, als das Land Einwohner zählt. Hinzu kommen noch 29 Millionen Urlaubsbewegungen im eigenen Land. Die Tourismusbranche schlägt Alarm, möchte bei der Raumplanung mitreden. Die Anzahl Touristen und Geschäftsreisende steigt gemäß dem NBTC Nederlandse Bureau voor Toerisme en Congressen in diesem Jahr mit 30 Prozent. Vor allem Gäste aus Deutschland schätzen das Land als Urlaubsdestination. Allerdings hat man mittlerweile ein vielschichtiges Problem. 1. Es werden dem Markt Urlaubsunterkünfte entzogen, da es für die Betreiber von Ferienanlagen lukrativer ist ganzjährig Migranten unter zu bringen, wie ein saisonales Geschäft zu betreiben. 2. Auch bei Touristen beliebte Hotels werden zu Sammelunterkünften für Geflüchtete, obwohl beispielsweise allein in Amsterdam aus verschiedenen Gründen über 10.000 Wohnungen leer stehen, die für Menschen mit Verbleib Status genutzt werden könnten. 3. Es entstehen immer mehr Ferienhäuser, etwa auf ehemaligen Camping Plätzen, die meist nur wenig bewohnt werden und dadurch dem eigentlichen Urlaubsmarkt entzogen werden. 4. Auch Airbnb ist nur wenig nachhaltig, da die dafür genutzten Wohnungen auf dem Markt für Wohnungssuchende fehlen und deren Nutzer die Infrastruktur über Gebühr belasten. 5. Kreuzfahrschiffe bringen täglich tausende Touristen an Land, die sich im öffentlichen Raum bewegen und die sich in den Zentren von Alkmaar, Volendam oder Amsterdam die Beine vertreten und für viele Einheimische zur Belastung geworden sind. Ja, das Land hat ein Raumproblem, Touristen werden selbstverständlich weiterhin gerne gesehen, von der (neuen) Regierung wird jedoch erwartet, dass der knappe Raum durch entsprechende Maßnahmen für den Tourismus erhalten bleibt.





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