• Hans J. Betz

Kreuzfahrtschiffe meiden NL


Kreuzfahrtschiff, themenverwandtes Bild.

Rotterdam: Die Politik ist gefragt, muss Voraussetzungen dafür schaffen, dass niederländische Werften konkurrenzfähig bleiben. Die Oasis of the Seas, eines der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt, lag 2014 für Unterhaltsarbeiten 14 Tage in Rotterdam. Da 124 Nicht-EU Arbeitnehmer ohne Arbeitsbewilligung an Bord waren, erhielt die amerikanische Reederei eine Busse von beinahe 1 Million Euro. Seitdem kam kein Kreuzfahrtschiff mehr für Reparatur- und Unterhaltsarbeiten in die Niederlande. Allein in Rotterdam betrugen dieEinbußen jährlich über 100 Millionen Euro. Die Schiffe laufen nun Häfen in Portugal, Spanien und Deutschland an. Hier gelten dieselben Regeln, werden aber nicht so streng gehandhabt. Die Niederländer sind einmal mehr das “liebste Kind in der Klasse”, wie man ein solches Verhalten hier zu Lande nennt. Politiker fordern nun, dass für Nicht-EU Arbeitnehmer die auf Kreuzfahrtschiffen tätig sind, ein Sonderstatus geschaffen werden muss, denn es kann nicht sein, dass man durch unsinnige Maßnahmen und exorbitante Bussen innerhalb von 5 Jahren Aufträge von über einer halben Milliarde Euro an die Konkurenz verliert.