• Hans J. Betz

Teamwork



Jachthafen Camping De Mars in Lathum ist ein echter Familienbetrieb. Mireille Groenewoud, ihre Tante Dinie, Vater Gerrit und Mutter Wilma Groenewoud betreiben zusammen mit einem hoch motivierten Team die wunderschön gelegene Anlage am Lathumse Plas, dem südlichsten Teil von Rhederlaag, einem Naherholungsgebiet von Arnhem. Die gesamte Seenlandschaft entstand, wie auch andere Seen an Rhein, Waal und Maas, durch den vor über 50 Jahren begonnenen Sand- und Kiesabbau.


Seit dem Ausscheiden der zwei Brüder von Dinie und Gerrit vor drei Jahren, fanden einige markante Erneuerungen statt. So konnte ein neues Reservierungssystem in Betrieb genommen werden, der Westhafen wurde komplett erneuert, es gab neue Wegweiser und ein neues Logo, der Eingangsbereich wurde ebenfalls aufgefrischt und auch verschiedene Anpassungen in der Anlage selbst sind mittlerweile eine Tatsache. In 2023 haben die Sanitäranlagen Priorität. Oberhalb des Osthafens wird deshalb im Oktober 2023 ein neues Toilettengebäude entstehen und man hofft, dass in der kommenden Saison das Sanitärgebäude hinter dem Spielplatz ebenfalls umgebaut und erneuert werden kann. Allerdings weiß man noch nicht, ob alle geplanten Umbauten und Erneuerungen vor oder in der Saison 2023 durchgeführt werden, oder erst bei Saisonende realisiert werden können.


Im Laufe der Jahre ist eine Freizeitanlage entstanden, die Camper und Wassersportler gleichermaßen anspricht. Für Freizeitkapitäne die aus dem Süden kommen ist es nicht selten der erste Anlaufhafen auf dem Weg in Richtung Friesland oder IJsselmeer. Für Dauerlieger wiederum ist De Mars nicht nur Hafen, sondern zum Heimathafen geworden. Zahlreiche Campingfreunde, viele davon aus dem nahen Deutschland, haben in Lathum ebenfalls eine zweite Heimat gefunden.


WasserSport in Nederland hat mit Mireille Groenewoud auch über unternehmerische Aspekte gesprochen. Gemäß Mireille war Corona deutlich spürbar, da durch die restriktiven Maßnahmen beim Grenzübertritt weniger Gäste aus Deutschland den Weg nach Lathum fanden. Die Gaskrise ist ebenfalls ein Thema, da weniger Geld für Freizeitaktivitäten ausgegeben werden kann. Weniger Sorgen bereitete hingegen der niedrige Wasserstand, da der Osthafen immer erreicht werden konnte. Corona sorgte allerdings dafür, dass mehr Menschen Urlaub im eigenen Land machten und permanente Liegeplätze sehr gefragt waren und immer noch sind. Ebenfalls deutlich gestiegen war die Nachfrage nach Stellplätzen für Wohnmobile. Für De Mars spricht auch der private Sandstrand der ausschließlich für Gäste reserviert ist. In der Nähe gibt es jedoch einen öffentlich zugänglichen Strandabschnitt. Auch das Gesamtkonzept von De Mars ist stimmig, da auf der Anlage so ziemlich alles vorhanden ist was man für den täglichen Bedarf und einen längeren Aufenthalt benötigt. Dazu gehört ein Supermarkt ebenso, wie ein Schnellimbiss und ein großes Lokal mit Billard. Auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz, denn saisonale Feste, Bingo, Tanzveranstaltungen mit Live Musik und weitere Aktivitäten machen deutlich, dass man den Gästen mehr als nur Camping oder Hafen sein möchte. Für die lieben Kleinen gibt es in der Saison überdies altersgerechte Aktivitäten, wie beispielsweise Bastelnachmittage, Schnitzeljagden oder andere Spielmöglichkeiten. Auch das kleine Tiergehege erfreut Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Von de Mars aus kann man überdies herrliche Radtouren unternehmen. Etwa in das nahe gelegene Arnhem oder eine Rundfahrt um das Seengebiet von Rhederlaag. Von Frühjahr bis Herbst verkehrt zwischen Rhederlaag und Rheden für Fußgänger und Radfahrer sogar eine Fähre über die IJssel. Was von den Gästen besonders geschätzt wird, ist die hervorragende Infrastruktur die laufend verbessert wird. Dazu gehören nicht zuletzt die schönen Grünanlagen mit Liegewiesen und der kontrollierte Zugang der Sicherheit und Ordnung gewährleistet. Und noch etwas: Wer hoch hinaus möchte, der steigt direkt von De Mars aus mit einem Heißluft-Ballon in luftige Höhen, denn auch eine Ballonfahrt und weitere Aktivitäten organisieren Familie Groenewoud und ihr engagiertes Team auf Nachfrage gerne. Das Gespräch mit Mireille Groenewoud führte Hans J. Betz