• Hans J. Betz

Tragisches Wochenende



Die Polizei - Freund und Helfer -  richteten einen Pendelverkehr für Fußgänger ein.
Die Polizei - Freund und Helfer - richteten einen Pendelverkehr für Fußgänger ein.

Rotterdam: Auch in den Niederlanden hat der Sturm, hier unter dem Namen Eunice, schwere Schäden verursacht und leider auch vier Menschen das Leben gekostet. Bereits am Freitagnachmittag wurde vielerorts der Zugverkehr komplett eingestellt und auch die Fähren zu den Inseln fuhren nur eingeschränkt oder gar nicht. In er Provinz Nord Holland wurden alle beweglichen Brücken und Schleusen still gelegt, da ab Windstärke 8 eine sichere Bedienung nicht mehr gewährleistet werden kann. Auch auf der Schelde wurde der Schiffsverkehr eingestellt, was sehr außergewöhnlich ist. Für die Erasmusbrücke in Rotterdam wurde ein Fußgängerverbot erlassen. Die Polizei musste zahlreiche Fußgänger auf der Brücke aufpicken, da kein Fortkommen mehr möglich war. Daraufhin richtete die Polizei einen Pendelverkehr für Fußgänger ein. Auch der 185 Meter hohe Euromast in Rotterdam wackelte spürbar. Während bei der Rezeption Windkraft 10 gemessen wurde, musste das Restaurant „Kraaiennest“ geschlossen werden. Hier herrschte Windkraft 12. Um Glasbruch zu vermeiden, mussten im „Top of Holland“ die Gläser von den Regalen genommen werden. Das Sturmflutwehr zwischen Kampen und Ens wurde ebenso geschlossen, wie das Sturmfluttor in Harlingen. Bereits in der Nacht von Freitag auf den Samstag waren Einsatzkräfte tätig, um Schäden zu beseitigen und zu verhindern. Heute Samstag wurde der Zugverkehr wieder aufgenommen und auch die Fähren zu den Inseln sind wieder in Betrieb. Die Telefone bei den Versicherungen klingeln ununterbrochen. Allein die Schäden bei den zahlreich gekippten LKW sollen in die Millionen gehen. Eunice ist der stärkste Sturm in diesem Jahrhundert, der in den Niederlanden zu verzeichnen war.